Feel Free im D3 Mädchentreff

„Feel Free!“ richtet sich an ca 15 Mädchen (11-18 J.) jeglicher kultureller Herkunft und findet im D3 Mädchentreff in Berlin Wilmersdorf statt. Das Projekt bietet sich als Raum und Experimentierfeld ohne männliche Beobachtung, Bewertung, Konkurrenz und Ängsten. In diesem Kreativworkshop durch Rap,Theater, Tanz stehen die Kompetenzen der Mädchen* und jungen Frauen* im Vordergrund. Sie erhalten die Möglichkeit, Vertrauen in die eigenen, spielerischen Fähigkeiten zu erhalten. Es ist ein Versuch, Kunst einzusetzen, um die Einheit von Fühlen, Denken und Handeln im Hinblick auf die Erweiterung der Handlungskompetenz herzustellen. Wünsche, Vorstellungen und Ängste, viele verschiedene Facetten der Persönlichkeit können ausprobiert werden und sichtbar gemacht werden. Dadurch, dass die Mädchen* und jungen Frauen* sich selbst als gestaltende Persönlichkeit erleben und ihre eigene Kreativität entdecken, stärken sie ihre eigenen Fähigkeiten. Die Gruppe arbeitet an einer Performance, in der biografische Elemente, neue Perspektiven auf die weibliche Identität und auf die Gesellschaft zusammenwirken.

Fotos: Mariana Jocic

Feel Free!

Unter der Projektführung der Theaterpädagogin Veronica Compagnone wurde mit Unterstützung der Performerin Tessa Huging das Projekt „Feel Free!“ mit 16 Mädchen aus verschiedenen Ländern von September bis Dezember 2017 durchgeführt und am 15.12.2017 die hieraus entstandene Performance öffentlich aufgeführt. Finanziert wurde das Projekt vom Bezirksamt Pankow und der Kreuzberger Kinderstiftung. Projektpartner waren das Flüchtlingsheim Pankow in der Mühlenstraße und das Jugendzentrum JUB.

Gegenstand des Workshops war die Verbindung des Theaterspiels mit der Form der Performance. Ziel war es, die Mädchen so zu stärken, dass sie sich dafür einsetzen können, frei von Gewalt zu leben, in der Gesellschaft eine wichtige Rolle zu spielen und autonom entscheiden zu können. Zudem ging es um die Förderung der individuellen Entwicklung und die kollektive Erarbeitung einer kleinen Präsentation in Form einer Performance.

Links:

www.berlin.de/ba-pankow/

www.kreuzberger-kinderstiftung.de

Bin nebenan – Monologe für Zuhause

Im Monat September 2020 lief trotz Corona-bedingten Einschränkungen unsere Inszenierung „Bin nebenan – Monologe für Zuhause“ im Fabriktheater Moabit. Es waren großartige Aufführungen. Leider mußte es erstmal bei zwei Aufführungen bleiben.

Zu dem Inhalt:

Vier tragikomische Monologe der Theaterautorin und Regisseurin Ingrid Lausund über skurrile, vereinsamte und verunsicherte Zeitgenossen, die in ihren kleinen Paralleluniversen Überlebenskämpfe mit sich und ihrer unmittelbaren Umgebung ausfechten.

Wir öffnen die Tür und geben den Blick frei auf eine luxussanierte Altbauwohnung, eine konfektionierte Plattenbauwohnung, ein Schlafzimmer und einen Friedhof.

Da ist die Frau, die sich angesichts ihrer „Traumwohnung“ über ihre gescheiterte Beziehung nicht klar werden will; da ist der Mann, der schlaflos und angsterstarrt der Zwangsversteigerung seines Hauses entgegensieht…

Da ist eine andere Frau, die hin- und hergerissen ist zwischen den Gespenstern ihrer Vergangenheit und dem zaghaften Versuch eines Neuanfangs in einer bescheidenen „Platte“.

Im letzten Monolog geht es schließlich um einen Toten, der als „Rest“ auf einem Friedhof, zwischen „Autobahn und Tiermehlfabrik gelandet ist und auf ein rastloses, unerfülltes Leben zurückblickt.

Es geht um die Sehnsucht nach einem funktionierenden Zuhause, um Verlustängste, und um das Ankommen in einer Gesellschaft – oder eben nicht.

Das Team vom Traumbildtheater: Linda Sixt: Konzept & Schauspiel Michael Gerlinger: Schauspiel Elisabetta Dal Dosso: Konzept & Regie Peter Stebel: Bühnenbild und Requisite
Philine Stich: Lichttechnik Ines Böhm: Projektabwicklung

Freundlich unterstützt von: Kulturgut Kiez e.V., Berlin-Neukölln

Aufführungstermine waren der Freitag 25. Sep. 2020 (Premiere) und Samstag 26. Sep. 2020

https://traumbildtheater.wordpress.com

 

Unser Dank geht an:


Borscht

Im Rahmen der Galerie- und Kunstaktion „Nacht und Nebel“ am 7. November 2009 wird dieses Jahr im Richardkiez zum „Mitspielen und Mitraten“ aufgefordert. In den verschiedenen Standorten und Galerien werden Hinweise versteckt sein, die bei der Aufklärung des Mordes helfen. Der stadtbekannte Neuköllner Detektiv Borscht*, der auf seine Art die Zeugen befragt, ist mit der Aufklärung des Falles beauftragt. Natürlich steht es jedem Hobbydetektiv frei, selbst die Protagonisten nach Lust und Laune ins Kreuzverhör zu nehmen. Der Auftakt findet um 20.00 Uhr im Kirchgarten der Bethlehemskirche statt. Ob richtig geraten wurde, kann zum Abschluss um 22.30 Uhr in der CreativeSchmiedeBerlin am Richardplatz 20 in Erfahrung gebracht werden. Das Spiel dauert den ganzen Abend, kostet keinen Eintritt und mitgemacht werden kann zu jeder Zeit. Es gibt natürlich auch etwas zu gewinnen! Außerdem laden die Galerien und Restaurants ein, sich im Kiez umzuschauen.

Gefördert wird das Projekt durch die Europäische Union, die Bundesrepublik Deutschland, das Land Berlin im Rahmen des Programms „Zukunftsinitiative Stadtteil“ Teilprogramm „Soziale Stadt“ über das Quartiersmanagement Richardplatz Süd.

  

 

Ein Dorf rettet

Der Verein „Kulturgut Kiez“ möchte mit der Mitmach-Performance „Ein Dorf rettet“ Kindern zwischen sechs und zwölf Jahren die Möglichkeit anbieten, sich mit den Themen Antisemitismus und Solidarität mit Verfolgten künstlerisch und interaktiv auseinanderzusetzen. Ein Mädchen ist die Protagonistin und Heldin eines von einer wahren Geschichte inspirierten Märchens, das von Mut, Angst, Ungerechtigkeit und Solidarität erzählt. Eine große Geschichte für kleine Zuschauer, die zeigt, wie in einer gefährlichen Situation jeder und jede Einzelne eine wichtige Rolle spielen kann. Das Mädchen hilft zusammen mit seinen Eltern einigen jüdischen Familien dabei, sich in einem Keller zu verstecken. In der Inszenierung dieser Geschichte bekommen einige Kinder die Möglichkeit, diese Familien zu spielen. Und andere Kinder werden die andere Leute aus dem Dorf sein. Und wie werden diese anderen Dorfbewohner*Innen in dieser dramatischen Situation agieren? Wie sie sich in Bezug auf die versteckten Familien verhalten, das werden die Kinder selbst auf der Bühne als aktiv Teilnehmende entscheiden.

Fotos: Concetta Quattrocch