Wir drehen unseren eigenen Film

Die Mädchen aus dem Mädchenzentrum Wilde Hütte in Berlin Neukölln arbeitet zusammen mit der Theaterpädagogin Veronica Compagnone, der Musikerin Kaje und der Videomacherin Melani Lueft an einer filmischen Performance, in der biografische Elemente, neue Perspektiven auf die weibliche Identität und auf die Gesellschaft zusammenwirken. Es will Mädchen und junge Frauen dabei begleiten, sich spielerisch mit ihrer Geschlechtsidentität und Rolle in der Gesellschaft auseinander zu setzen. Es soll darum gehen, durch die Kunst des Filmemachens, der (Rap-)musik und der Performance ihre Potenziale zu stärken, sie in ihren vielfältigen Lebensentwürfen wahrzunehmen und ihre gesellschaftliche und politische Teilhabe zu unterstützen.

Feel Free im D3 Mädchentreff

„Feel Free!“ richtet sich an ca 15 Mädchen (11-18 J.) jeglicher kultureller Herkunft und findet im D3 Mädchentreff in Berlin Wilmersdorf statt. Das Projekt bietet sich als Raum und Experimentierfeld ohne männliche Beobachtung, Bewertung, Konkurrenz und Ängsten. In diesem Kreativworkshop durch Rap,Theater, Tanz stehen die Kompetenzen der Mädchen* und jungen Frauen* im Vordergrund. Sie erhalten die Möglichkeit, Vertrauen in die eigenen, spielerischen Fähigkeiten zu erhalten. Es ist ein Versuch, Kunst einzusetzen, um die Einheit von Fühlen, Denken und Handeln im Hinblick auf die Erweiterung der Handlungskompetenz herzustellen. Wünsche, Vorstellungen und Ängste, viele verschiedene Facetten der Persönlichkeit können ausprobiert werden und sichtbar gemacht werden. Dadurch, dass die Mädchen* und jungen Frauen* sich selbst als gestaltende Persönlichkeit erleben und ihre eigene Kreativität entdecken, stärken sie ihre eigenen Fähigkeiten. Die Gruppe arbeitet an einer Performance, in der biografische Elemente, neue Perspektiven auf die weibliche Identität und auf die Gesellschaft zusammenwirken.

Fotos: Mariana Jocic

Bin nebenan – Monologe für Zuhause

Im Monat September 2020 lief trotz Corona-bedingten Einschränkungen unsere Inszenierung „Bin nebenan – Monologe für Zuhause“ im Fabriktheater Moabit. Es waren großartige Aufführungen. Leider mußte es erstmal bei zwei Aufführungen bleiben.

Zu dem Inhalt:

Vier tragikomische Monologe der Theaterautorin und Regisseurin Ingrid Lausund über skurrile, vereinsamte und verunsicherte Zeitgenossen, die in ihren kleinen Paralleluniversen Überlebenskämpfe mit sich und ihrer unmittelbaren Umgebung ausfechten.

Wir öffnen die Tür und geben den Blick frei auf eine luxussanierte Altbauwohnung, eine konfektionierte Plattenbauwohnung, ein Schlafzimmer und einen Friedhof.

Da ist die Frau, die sich angesichts ihrer „Traumwohnung“ über ihre gescheiterte Beziehung nicht klar werden will; da ist der Mann, der schlaflos und angsterstarrt der Zwangsversteigerung seines Hauses entgegensieht…

Da ist eine andere Frau, die hin- und hergerissen ist zwischen den Gespenstern ihrer Vergangenheit und dem zaghaften Versuch eines Neuanfangs in einer bescheidenen „Platte“.

Im letzten Monolog geht es schließlich um einen Toten, der als „Rest“ auf einem Friedhof, zwischen „Autobahn und Tiermehlfabrik gelandet ist und auf ein rastloses, unerfülltes Leben zurückblickt.

Es geht um die Sehnsucht nach einem funktionierenden Zuhause, um Verlustängste, und um das Ankommen in einer Gesellschaft – oder eben nicht.

Das Team vom Traumbildtheater: Linda Sixt: Konzept & Schauspiel Michael Gerlinger: Schauspiel Elisabetta Dal Dosso: Konzept & Regie Peter Stebel: Bühnenbild und Requisite
Philine Stich: Lichttechnik Ines Böhm: Projektabwicklung

Freundlich unterstützt von: Kulturgut Kiez e.V., Berlin-Neukölln

Aufführungstermine waren der Freitag 25. Sep. 2020 (Premiere) und Samstag 26. Sep. 2020

https://traumbildtheater.wordpress.com

 

Unser Dank geht an:


Ein Dorf rettet

Der Verein „Kulturgut Kiez“ möchte mit der Mitmach-Performance „Ein Dorf rettet“ Kindern zwischen sechs und zwölf Jahren die Möglichkeit anbieten, sich mit den Themen Antisemitismus und Solidarität mit Verfolgten künstlerisch und interaktiv auseinanderzusetzen. Ein Mädchen ist die Protagonistin und Heldin eines von einer wahren Geschichte inspirierten Märchens, das von Mut, Angst, Ungerechtigkeit und Solidarität erzählt. Eine große Geschichte für kleine Zuschauer, die zeigt, wie in einer gefährlichen Situation jeder und jede Einzelne eine wichtige Rolle spielen kann. Das Mädchen hilft zusammen mit seinen Eltern einigen jüdischen Familien dabei, sich in einem Keller zu verstecken. In der Inszenierung dieser Geschichte bekommen einige Kinder die Möglichkeit, diese Familien zu spielen. Und andere Kinder werden die andere Leute aus dem Dorf sein. Und wie werden diese anderen Dorfbewohner*Innen in dieser dramatischen Situation agieren? Wie sie sich in Bezug auf die versteckten Familien verhalten, das werden die Kinder selbst auf der Bühne als aktiv Teilnehmende entscheiden.

Fotos: Concetta Quattrocch